Dienstag, 22. Januar 2013

/REZENSION/ DAS SCHWERT UND DIE LÄMMER – CLAUDIA KERN












Erschienen: Dezember 2011
Seitenanzahl:  477
Taschenbuch: 9,99 €
Verlag: blanvalet


Klapptext:

Der Kinderkreuzzug ist in die Historie eingegangen. Dies ist die Geschichte derer, die ihn erlebten…

Im Jahre 1212 taucht ein junger Schafhirte vor dem Kölner Dom auf und ruft die Armen und die Kinder zur Befreiung des Heiligen Landes auf. Tausende schließen sich ihm an, darunter auch Madlen, eine in Ungnade gefallene Magd, die ihre beiden Söhne nicht alleine ziehen lassen will. Ständig dem Hungertod nahe führt der Zug der Kinder quer durch Deutschland. Unzählige Gefahren und Intrigen sind zu überstehen, aber Madlen hält zu ihren Söhnen. Doch in den Alpen wird sie von ihnen getrennt. Wie weit kann Madlen gehen, um ihre Söhne wiederzusehen…

Zum Buch:

„Das Schwert und die Lämmer“ war das erste „Mittelalterbuch“ das ich gelesen habe. Dementsprechend skeptisch war ich. Und ich muss sagen es hat mich überhaupt nicht vom Hocker gerissen, war aber auch nicht wirklich schlecht.
Durch den Schreibstiel von Claudia Kern fühlt man sich nicht immer Jahrhunderte zurückversetzt. So merkt man bei den gesprochenen Sätzen dass es nicht in der heutigen Zeit spielt.
Was mir gut gefallen hat, dass das Buch in der „Ich“ Person geschrieben ist. So war man Madlen sehr nahe und man hat sich gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen können.
Nur war es oft sehr schwer,  gerade wenn gesprochen wurde, wenn Worte benutzt wurden die es in der heutigen Sprache nicht mehr gibt. So musste man aus dem Kontext herauslesen was dieses Wort den jetzt bedeutet. Auch so wenn Latein oder Italienisch gesprochen wurde, da keine Übersetzung da war. Es war jetzt nicht allzu schwer doch etwas störend. Ein Glossar wäre da sehr hilfreich gewesen.
Wenn man sich nicht im Vorhinein mit der Kirchengeschichte auseinandergesetzt hat, hat man so seine Schwierigkeiten mit was war wann, was ist was, was ist passiert. Ein Zeitstrahl hätte es ein wenig einfacher gemacht. Auch um die Zeit die der Kreuzzug unterwegs ist besser nachvollziehen können.

Madlen hab ich erst im Laufe des Buches wirklich mögen anzufangen. In den 477 Seiten hat Madlen eine fast 180° Wendung gemacht. So war sie doch am Anfang sehr naiv und hat genau das geglaubt was man ihr gesagt und vorgelebt hat. Was wahrscheinlich zu dieser Zeit vollkommen normal war da die Menschen ja auch nicht so viel Bildung hatten. Doch lernt sie im Laufe des Kreuzzuges das nicht alle Menschen das sind was sie zu sein schein und auch nicht jeder das ist was andere über einen sagen.
Nicolaus ist in meinen Augen ein kleiner Junge der von dem was er erzählt vollkommen überzeugt ist, es aber ohne Lukas nie zu so einem großen Kreuzzug gebracht hätte.
Lukas war mir von Anfang an sehr unsympathisch. Einfach durch seine Worte und seinem Verhalten.
Doch waren Lukas sowie auch Nicolaus Schwindler. Doch auf was sie aus waren kann ich nicht sagen.
Mein absoluter Lieblingscharakter war Erik, so hab ich ihn gleich mögen. Auch wenn leider der Grund, warum er auf diesen Kreuzzug mitgegangen ist, unklar bleibt.

Spannung gab es nicht allzu viel in dem Buch. Oft hab ich mich nur gefragt: „Und was kommt als nächstes das sie aufhalten soll?“ Was auch so das einzig Spannende war.

Fazit:

Schreibstiel: ♥ ♥ ♥ ♥ (4/5)
Charaktere: ♥ ♥ ♥ ♥ (4/5)
Spannung: ♥ ♥ (2/5)
Emotionale Tiefe: ♥ ♥ ♥ (3/5)
Humor: ♥ ♥ (2/5)
Originalität: ♥ ♥ ♥ (3/5)

 
Einen - lichen Dank an den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar.

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