Samstag, 21. Dezember 2013

/REZENSION/ SOLANGE DIE NACHTIGALL SINGT – ANTONIA MICHAELIS











Erschienen: 08. September 2012
Seitenanzahl: 446
Gebunden: 16,95€         
E Book: 11,95 €
Verlag: Oetinger


  
Ein Haus, abgeschieden von der Zivilisation.
Ein Wanderer, der sich verirrt.
Ein Wald mit zu vielen Gräbern.

Völlig unverhofft trifft der achtzehnjährige Jari auf die geheimnisvolle Jascha, deren Schönheit er sich nicht entziehen kann. Er folgt ihr in das abgeschiedene Haus mitten im Wald, wo sie lebt. Und das, obwohl er spürt, dass dieser Ort ein düsteres Geheimnis birgt. Etwas ist geschehen. Etwas, das schrecklicher ist als alles, was Jari sich je hätte ausmalen können. Etwas, das ihn in tödliche Gefahr bringt…

 
Ich muss ja sagen, es kommt kein Buch von Antonia Michaelis an „Der Märchenerzähler“ ran. Ich will jetzt nicht sagen, dass „Solange die Nachtigall singt“ schlecht ist. Doch es ist lang nicht so gut wie „Der Märchenerzähler“.

Es gibt nur eins, was in jedem Buch immer wieder aufs Neue atemberaubend ist. Der Schreibstiel. Und dieser Schreibstiel macht diese Bücher einfach aus. Antonia Michaelis schafft es immer wieder alleine durch ihren Schreibstiel einen in die Handlung mit hinein zu ziehen. So ist dieses Mal auch wieder alles poetisch, spannend, faszinierend, emotional, geheimnisvoll geschrieben. So wird die komplette Handlung atemberaubend und schonungslos beschrieben.
Dass die Handlung abwechselnd aus verschiedenen Jahren erzählt, macht das Ganze interessanter. Weil man einfach nach und nach erfährt, was vor zehn Jahren geschehen ist.
Doch kann leider die Handlung lange nicht mit dem Schreibstiel mithalten. So hat der Klapptext doch sehr Originell und geheimnisvoll geklungen. Doch leider ist die gesamte Handlung eher verwirrend. Und die Verwirrung bleibt auch noch, nachdem das Buch zu Ende ist. So wird am Ende nicht genau klar, was denn jetzt ist. Doch das Ende an sich ist gut. Hätte man im Vorhinein intensiv über das Ende nachgedacht, wäre es einem klar gewesen. Ich habe es nicht getan. So war ich dann doch sehr überrascht. So manches, ist auch nicht ganz schlüssig. ACHTUNG SPOILER: So weiß jedes Kind, dass Fliegenpilze giftig sind. Mir wäre nicht bekannt, dass Fliegenpilze in geringen Mengen Halluzinationen hervorrufen. Ich glaube auch nicht, dass Wein und Pilze mit halluzinierender Wirkung die Illusion so gut hinbekommen.
Die Charakteren, waren dafür relativ gut ausgearbeitet. Auch wen Jari in meinen Augen einfach sehr naiv und dumm ist, muss man ihn einfach ins Herz schließen.
Jascha hingegen, ist in meinen Augen einfach nur total Wahnsinnig und durchgeknallt. Was das mit ihr warm werden sehr schwer macht.

An für sich ist „Solange die Nachtigall singt“ ein gutes Buch. Ich kann es nur weiterempfehlen. Doch muss ich auch sagen, es ist nichts für schwache Nerven. Auch jüngeren Jugendlichen rate ich ab, das Buch zu lesen. Da einfach Dinge so gut beschrieben werden, die einen kurz mal Schlucken lassen.

Schreibstiel: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (5/5)
Charaktere: ♥ ♥ ♥ ♥ (4/5)
Spannung: ♥ ♥ ♥ ♥ (4/5)
Emotionale Tiefe: ♥ ♥ ♥ ♥ (4/5)
Humor: ♥ ♥ (2/5)
Originalität: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (5/5)



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