Samstag, 21. März 2015

/REZENSION/ NIEMAND LIEBT NOVEMBER – ANTONIA MICHAELIS











Erschienen: 20. August 2014
Seitenanzahl: 431
Gebunden: 17,99 €
E Book: 12,99 €
Verlag: Oetinger

Ein Mädchen, dessen Eltern auf rätselhafte Weise verschwunden sind.
Ein rot-gelb erleuchtetes Zelt.
Ein Junge, der ein Buch liest.
Und das Versprechen einer großen Liebe.

November Lark, von allen Amber genannt, ist siebzehn und gerade aus ihrer WG abgehauen. Denn zum ersten Mal glaubt sie, ihre Eltern auf der Spur zu sein. Ihre Suche führt sie in eine fremde Großstadt, in die Kneipe eines Mannes, dessen Name eine Tätowierung ist, zu dem rätselhaften Jungen, der in einem Zelt sitzt und ein Buch liest – und an die haarfeine Risse in der Wirklichkeit.

 
Also ich hab ja schon einige Bücher von Antonia Michaelis gelesen, und alle waren wirklich tiefgründig und sehr gut. Doch von Buch zu Buch, werden die Bücher immer kranker. Kranker nicht im Sinne von widerwärtig, sondern eher im Sinne von außergewöhnlich. Denn ich glaube, kaum ein Autor traut es sich über solche Themen zu schreiben wie Frau Michaelis.
Und kaum ein Buch schafft es, mich so zum Nachdenken zu bringen, wie die von Antonia Michaelis. So war es auch wieder bei diesem Buch.
Man fängt nicht nur an über das Buch nachzudenken, nein sondern auch über einen selber und das Leben.
So kamen mir die wildesten Ideen während dem lesen, wie das Buch am Ende ausgeht. Und keine davon hat ansatzweise gestimmt. Bis auf eine vielleicht.
Amber ist ein sehr interessanter Charakter. Auch wenn sie ein wenig schizophren erscheint. Was sie in meinen Augen auch ein Stück ist. Aber auf jeden fall, ist Amber ein Mädchen das tief verletzt ist und nicht nur auf der Suche nach ihren Eltern ist, sondern auch auf der Suche nach sich selber. Und auf dieser Suche, verliert sie sich nicht nur, sondern sie lernt auch viel über sich selber.
Katja ist ein Mensch, der flüchtet. Flüchtet vor dem Leben und der Vergangenheit. Doch genauso wie Amber macht auch Katja eine wichtige Erfahrung und entwickelt sich weiter.
Spannung, ist eigentlich ab der ersten Seite an da. Denn man rechnet wirklich mit allem. Also vom Mörder bis hin zur Schizophrenie, aber nicht mit dem wie das Buch zum Schluss ausgeht.
Leider muss ich sagen, dass es sich allerdings Stellenweise wirklich hinzieht. Gerade die Suche von Amber nach ihrem Vater, zieht sich Stellenweise endlos hin. Was es Stellenweise wirklich sehr zäh macht zum lesen.
Der Schreibstiel ist sehr außergewöhnlich. So ist das Buch so geschrieben, dass es keine Lektüre ist zum einfach so lesen und nicht denken zu müssen. Man muss mitdenken das auf jeden Fall. Somit ist das Buch auch etwas schwerer zu lesen. Trotzdem gefällt mir der Schreibstiel wunderbar. Weil er einfach auch schön malerisch ist. Und weil er einfach nicht so null-acht-fünfzehn ist.

Schreibstiel: ♥ ♥ ♥ ♥ (5/5)
Charaktere:♥ ♥ ♥ ♥ (5/5)
Spannung:♥ ♥ ♥ ♥ (5/5)
Emotionale Tiefe:♥ ♥ ♥ ♥ (5/5)
Humor:♥ ♥ ♥ ♥ (3/5)
Originalität: ♥ ♥ ♥ ♥ (5/5)


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